Montag, 29. Juli 2013

Wachsender Markt für Wohnungslüftungssysteme

Grafik: FGK e.V.
Die Zahl der Wohnungen in Deutschland mit kontrollierter Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung wächst weiter an. Dies zeigt die gemeinsame Statistik des Fachverbandes Gebäude-Klima e. V. (FGK) und des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH). So wurden im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 20.515 Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung verkauft. Dies entspricht gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 einem Wachstum von 12,1 % Prozent. Die Mehrzahl der abgesetzten Geräte waren erneut Zentrallüftungsgeräte (19.405), während die mit einer Wärmepumpe kombinierten Kompaktgeräte nur einen geringen Anteil ausmachten (1.110).

Das Marktumfeld für die kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung könnte dabei trotz verschärfter Effizienzanforderungen und steigender Anzahl von hochwärmegedämmten Gebäuden noch positiver sein: unklare politische Rahmenbedingungen wie das Tauziehen um die Energieeinsparverordnung (EnEV) oder die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen sorgen für Investitionsunsicherheit und schrecken viele Verbraucher ab.

Für FGK-Geschäftsführer Günther Mertz sind kontrollierte Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in jedem Fall eine zukunftssichere Investition: „Moderne Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind ein unverzichtbarer Baustein für ein energieeffizientes und gesundes Wohnumfeld. Nur mit diesen Systemen kann die Vorgabe der EU-Gebäuderichtlinie, vom Jahr 2021 an nur noch Niedrigstenergiehäuser zu errichten, überhaupt erreicht werden, ohne Abstriche beim Wohnkomfort zu machen.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Experten-Interview zum Lüftungskonzept bei der Sanierung

Bei meinen Recherchen zum Thema Wohnungslüftung habe ich eigentlich nicht viel neues gefunden. Anscheinend verändert sich hier nicht viel. Aber das war mir eigentlich bekannt und so kann ich hier wenigstens nach und nach mein Wissen ausbreiten. Was ich natürlich auch machen möchte, ist auf gute Quellen anderer Seiten zu verweisen.

Eine sehr informative Seite ist die Energie-Fachberater.de für den Baustoff-Fachhandel. Diese hatte ein Experten-Interview mit Claus Händel vom Fachverband Gebäude-Klima (FGK) veröffentlicht. Es geht dabei um das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6. Als Einstieg zum Thema, kann ich dieses Interview empfehlen. Ich möchte in nächster Zeit genauer darauf eingehen und auch Software-Tools vorstellen.

Warum ein neues Blog?

Eigentlich habe ich mich die letzten Jahre nur auf meinen Blog energynet.de konzentriert. Aber das Thema Wohnungslüftung scheint mir in der medialen Versenkung verschwunden zu sein und in sozialen Netzwerken kaum zu existieren. Jedenfalls werden auf den verschiedenen Kanälen nur Nachrichten und Links verteilt, aber eine aktive Diskussion oder gar Community gibt es nicht. Auch die Portale zur Wohnungslüftung sehen so aus, als wäre da kaum was los.

Wohnungslüftung ist immer noch sehr wichtig

Dabei hat die Wohnungslüftung nichts von ihrer Bedeutung verloren. Häuser werden dichter gebaut als früher und damit steigt die Abhängigkeit der Lüftung vom Verhalten der Bewohner, wenn keine mechanische Wohnungslüftung eingebaut ist.
Darüber möchte ich hier schreiben. Ich möchte weitergeben, was zu beachten ist bei der Lüftung, warum sie so wichtig ist und  wie Lüftungskonzepte aussehen - daher auch der Name des Blogs. Aber ich möchte auch berichten, was es neues gibt auf dem Markt, was angenommen wird und wer besonders innovativ zu sein scheint.
Ich hoffe mit dem Blog auch Diskussionen anregen zu können und eine Community aufzubauen, die sich intensiv mit dem Thema befasst.
Fragen zur Wohnungslüftung beantworte ich gerne. Aber alles, was nicht in wenigen Minuten beantwortet werden kann oder sich mit konkreten Projekten beschäftigt, kann ich nur gegen Bezahlung bearbeiten.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Wir sollten uns mehr über die Wohnungslüftung Gedanken machen

Reblog von einem Beitrag bei energynet.de

Das Thema Wohnungslüftung ist meines Erachtens gleichzeitig am meisten unterschätzt und am meisten überschätzt im Baubereich, kaum einer kann die Anforderungen an die Wohnungslüftung richtig einschätzen.

Warum müssen wir lüften?

Um die Wohnungslüftung richtig einschätzen zu können, muss man sich anschauen, warum wir lüften müssen. Es müssen Feuchtigkeit, CO2 und Schadstoffe abgeführt werden (und die entsprechende Menge an Frischluft muss in die Wohnung gelangen können) um für hygienische Verhältnisse zu sorgen und die Bausubstanz vor Feuchteschäden zu schützen.

Jeder Mensch produziert beim atmen Feuchtigkeit, Zimmerpflanzen geben Feuchtigkeit ab, durch Trocknen von Wäsche wird Feuchtigkeit an die Luft abgegeben und beim Kochen wird Feuchtigkeit produziert. All diese Feuchtigkeit muss irgendwo hin, wobei die Aufnahmefähigkeit der Luft beschränkt ist. An den kältesten Stellen der Außenwand, z.B. in Ecken, besteht – bei zu hoher Luftfeuchtigkeit – die Gefahr der Kondensation und damit eines Feuchteschadens oder gar von Schimmelpilzen.

Was ist heute anders?

Bisher haben wir uns nie oder nur wenig Gedanken machen müssen über die Lüftung. Gelüftet wurde praktisch automatisch durch die noch zahlreich vorhandenen Fugen in der Gebäudehülle. Heute gibt es in Neubauten und in sanierten Gebäuden kaum noch Fugen für eine automatische Lüftung. Zudem besteht die Angst vor Energieverlusten durch übermäßiges Lüften.

Als Folge verschlechtert sich in vielen Wohnungen die Raumluftqualität und der Feuchtegehalt in der Raumluft steigt soweit an bis die Feuchtigkeit sich an den kältesten Stellen niederschlägt. Im Extremfall kommt es zu einem Feuchteschaden am Gebäude oder gar zu einem Schimmelpilzwachstum. Diese Schadensfälle treten immer häufiger auf.

Man, also alle am Bau beteiligten Personen und Eigentümer oder Mieter, muss sich also mehr Gedanken machen über die Wohnungslüftung. Dabei spielen die Faktoren Abfuhr von Feuchtigkeit und  Schadstoffen, Hygiene und Energieeinsparung die wichtigste Rolle.