Freitag, 25. Oktober 2013

Viessmann zeigt fünf gute Gründe für Lüftungssysteme im Neubau

Lange Zeit war es ruhig hier, jetzt soll es wieder weiter gehen. Heute möchte ich nur auf andere Beiträge verweisen. Im Corporate Blog des Heizungs-Herstellers Viessmann sind in zwei Beiträgen fünf gute Gründe für ein Lüftungssystem im Neubau aufgelistet. Diese möchte ich auch meinen Lesern nicht vorenthalten und warte gespannt auf die guten Gründe für ein Lüftungssystem im sanierten Altbau:

Grund 1: Frische Luft, gesundes Raumklima, Schallschutz

Das ist in der Tat der wichtigste Grund für ein Lüftungssystem, immer gesunde und frische Luft kann nur mit einer mechanischen Wohnungslüftung gewährleistet werden.

Grund 2: Schutz der Bausubstanz

Auch für mich der zweite wichtige Grund, der Bauherren überzeugen müsste. Lüftungssysteme sorgen für Schutz der Bausubstanz vor Feuchteschäden, bzw. tragen dazu wesentlich mit bei.

Grund 3: Energieeinsparung und Schonung der Umwelt

Erst dann kommt die Energieeinsparung, würde ich auch so sehen.

Grund 4: Kühlung mit Nachtluft im Sommer durch integrierte Bypassklappe 

Auch im Sommer können Lüftungssysteme ihre Vorteile zeigen durch die sommerliche Kühlung.

Grund 5:  Flachkanal-System aus Kunststoff für eine schnelle und einfache Montage

Ist das wirklich ein Grund für ein Lüftungssystem? Es gibt so viele verschiedene Systeme, auch andere Systeme haben vielleicht gute Montagemöglichkeiten. Der fünfte Grund zeigt zumindest, dass der Einbau des Lüftungssystems kein Hinderungsgrund sein muss.

Hier sind die beiden genannten Beiträge und ich bin gespannt, ob es noch gute Gründe für ein Lüftungssystem im sanierten Altbau gibt, denn im Bestand sehen die Anforderungen teilweise anders aus.
Kennen Sie weitere gute Gründe für ein Lüftungssystem?

Montag, 19. August 2013

Fünfte Ausgabe des Expertentreffs für Lüftung in Wohngebäuden

Steht die Wohnungslüftung als technische Gebäudeausstattung vor einem Durchbruch? Sind Lüftungsgeräte nur ein Trend oder werden sie Standard? Inzwischen sind die positiven Auswirkungen auf Bausubstanz, Hygiene, Schallschutz, Komfort und nicht zuletzt gesundheitliches Wohlbefinden unbestritten. Vorausgesetzt, Installation sowie Wartung werden fachgerecht und nach dem neuesten Stand der Technik ausgeführt. Neben der Luftfeuchteregulierung rücken jetzt auch die CO2- und Schadstoffkonzentrationen stärker ins Blickfeld. Felduntersuchungen haben nachgewiesen, dass in ungenügend gelüfteten Wohnungen oft Werte vorzufinden sind, die nicht nur hygienisch inakzeptabel sind, sondern auch als Baumangel gelten können. Dementsprechend wurde die Steuerungstechnik weiterentwickelt, um über den baulichen Feuchteschutz hinaus den physiologischen Anforderungen des Menschen an die Luftqualität besser gerecht zu werden.

Wärmerückgewinnung steigert Effizienz von Gebäuden

Praxisbeispiele zeigen, dass Lüftungsanlagen – insbesondere mit Wärmerückgewinnungsfunktion – nicht nur für den EnEV-Nachweis Vorteile bringen, sondern auch die Gesamteffizienz des Gebäudes nachhaltig steigern. Neubau und Sanierung auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand in 2050, wie es die EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie vorzeichnet, verlangt auch Lösungen bei der Lüftungsproblematik. Für Investitionen in diesem Bereich gibt es immer noch Hemmnisse bei Entscheidern und Aufklärungsbedarf bei Nutzern – aber auch Planungs- und Ausführungsfehler. Deshalb wird in der Branche bereits diskutiert, ob die Wohnungslüftung nicht ein eigenes Gewerk darstellen sollte. Das hätte natürlich Auswirkungen auf Aus- und Weiterbildung von Fachplanern, Fachhandwerkern und Inspekteuren.

Tagung für Experten der Wohnungslüftung

Das 5. Forum Wohnungslüftung wird diese wichtigen Aspekte am 16. Oktober 2013 in Dortmund praxisnah aufgreifen und vertiefen. Darüber hinaus garantiert das etablierte Podium einen detaillierten Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmern und Vortragenden.

TGA-Fachleute, Architekten, Wohnungswirte und Handwerker, Energieberater sowie Umweltexperten informieren und diskutieren über aktuelle Entwicklungen und Trends sowie Praxisbeispiele bei Neubau und Sanierung. Im Mittelpunkt stehen ebenfalls Fragen geeigneter Zusammenarbeit von Planern mit den unterschiedlichen Gewerken vor Ort auf der Baustelle. Diskussionsstoff wird der Meinungsaustausch zur Wartung und natürlich zur Mieterakzeptanz bieten.

Das Forum Wohnungslüftung wird 2013 zum fünften Mal von der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. durchgeführt. Mitveranstalter sind der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der Bundesverband für Wohnungslüftung (VfW) und der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Das Forum findet erstmalig in Dortmund statt.

Mitgliedern der Architektenkammer NRW in den Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur werden für die Teilnahme acht Unterrichtsstunden anerkannt. Die Ingenieurkammer NRW bewertet das 5. Forum Wohnungslüftung mit sechs Zeiteinheiten für Nachweisberechtigung Wärmeschutz und Bauvorlageberechtigung.

Donnerstag, 15. August 2013

Warum die Luftffeuchtigkeit im Passivhaus so niedrig ist

Bei Berichten über Passivhäuser habe ich mich oft gewundert über die niedrigen Werte für relative Luftfeuchte in den Wintermonaten. Diese lag in den Berichten häufig deutlich unter 40 Prozent. Doch da verlassen wir den Bereich der hygienischen Werte für die relative Luftfeuchte. Unter 40 Prozent wird das Raumklima, je nach Temperatur, als noch behaglich empfunden, siehe Grafik der Sachverständigen am Bau aus Leipzig.

Im fachlich hervorragenden Blog des enbausa-Magazins habe ich nun einen Beitrag dazu gefunden, der jedoch schon älter ist, aber immer noch gut passt. Silke Thole berichtet dort von ihren eigenen Erfahrungen im Passivhaus und von einer Luftfeuchtigkeit zwischen 20 und 30 Prozent im Winter.

Das Problem ist die Lüftungsanlage als einzige Heizung im Haus. Die sehr trockene Außenluft im Winter wird im Haus zwar mit der Feuchtigkeit der Bewohner, von Wasch- und Kochvorgängen angereichert, oder beim Baden bzw. Duschen. Doch der Feuchteeintrag der Bewohner reicht nicht aus, um die Feuchtigkeit auf ein behagliches Maß zu bringen. Zusätzlich wird es schwieriger, wenn eine Nachheizung eingebaut ist, um die Zuluft auf die benötigte Raumtemperatur zu bringen.

Da denkt man, die sollen doch den Luftwechsel reduzieren, damit die Feuchtigkeit ansteigen kann. Aber dann reicht ja die Heizung wieder nicht aus und die gewünschte Temperatur wird nicht erreicht.

Was ist Ihre Erfahrung? Passivhaus nur mit einer, von der Lüftung unabhängigen, Heizung? Oder die Lüftung nur mit Feuchterückgewinnung?

Montag, 12. August 2013

Richtige Lüftung von Kellerräumen im Sommer

Lüftung ist nicht nur im Winter wichtig. Auch im Sommer gibt es einiges was man über die Lüftung wissen sollte. Gerade jetzt bei dem feuchten warmen Wetter sollte man darauf achten, dass die Feuchtigkeit in Kellerräumen nicht zu sehr ansteigt.

Besonders an heißen Tagen werden Keller gelüftet, um den typisch muffigen Geruch zu vertreiben. „Aber statt frischer Luft kann falsches Lüften feuchte Wände verursachen“, warnt Stefan Materne, Energieexperte der Verbraucherzentrale, vor dem unüberlegten Aufreißen von Kellerfenstern und -türen. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kalte Luft, setzt sich beim Abkühlen Feuchtigkeit an den kühleren Kellerwänden als Kondenswasser ab. Die Wand wird nass. „Mit der frischen Luft führt man dem Keller unter Umständen zusätzliche Feuchtigkeit zu. Erst dadurch wird der muffige Geruch erzeugt bzw. weiter verstärkt, und an den Wänden bilden sich schlimmstenfalls Schimmelpilze“, erklärt der Energiereferent. Die möglichen Folgen: Der Keller kann nur noch eingeschränkt genutzt und Bücher oder Kleidung dort gar nicht mehr gelagert werden. Neben Mängeln an der Bausubstanz sind auch gesundheitliche Schäden möglich.

Richtiges Lüften ist in Kellerräumen also oberstes Gebot. An heißen und schwülen Tagen sollte dort besser ganz aufs Lüften verzichtet werden. „Ist eine Lüftung dennoch erforderlich, da sich beispielsweise Wohnräume im Keller befinden, sollte die zweite Nachthälfte oder der frühe Morgen genutzt werden“, empfiehlt der Experte. Noch wichtiger ist das regelmäßige und richtige Stoßlüften, wenn im Keller gewaschen, getrocknet und gebügelt wird. Im Winter, solange draußen keine extremen Minusgrade herrschen und kein Einfrieren von Wasserleitungen droht, kann in unbeheizten Kellerräumen die temporäre Kipplüftung eine sinnvolle Alternative darstellen. Wie in allen anderen Wohnräumen auch, hilft hier ein Hygrothermometer die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten.

Neben dem falschen Lüften können feuchte Kellerwände auch andere Ursachen haben, etwa unzureichende Außenabdichtung oder sonstige bauliche Mängel. Die dadurch bewirkte Feuchte kann durch Lüften nicht behoben werden. In diesem Fall lässt sich die Ursache nur durch die Analyse eines Experten klären.

Quelle: Verbraucherzentrale Energieberatung

Donnerstag, 8. August 2013

Über den richtigen Umgang mit Schimmel in Wohnungen

Nicht nur Dreck, Schlamm und zerstörte Einrichtungen sind die Spuren der Hochwasserfluten – auch die Bausubstanz der Gebäude ist oft in Mitleidenschaft gezogen. Gerade bei sommerlichen Temperaturen bieten durchfeuchtete Wände ein hervorragendes Milieu für Schimmelpilze. Modriger Geruch und dunkle Flecken in den Ecken sind Anzeichen für einen Befall. Zwar stellt nicht jeder Schimmelbefall eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung dar, jedoch ist es ratsam, sofort zu reagieren. „Liegt ein Befall vor, sollte die Ursache schnellstmöglich ermittelt und der Schimmel beseitigt werden“, sagt Peter Kafke vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

Schimmel entsteht durch zu hohe Material- oder Oberflächenfeuchtigkeit. So tritt auch in vom Hochwasser nicht betroffenen Häusern und Wohnungen häufig Schimmel auf. Ursachen dafür sind oft bauliche Mängel, Restfeuchtigkeit im Neubau, falsches Heizen und Lüften oder Wasserschäden. Bei Altbauten wird oft der Einbau neuer Fenster für den Schimmelpilz verantwortlich gemacht. „Der Grund ist aber in den wenigsten Fällen das bessere Schließen der neuen Fenster“, erläutert der Energieexperte: „Bestenfalls waren die schlecht wärmedämmenden Altfenster früher beschlagen, wenn die Luftfeuchte auf unhygienische Werte stieg – und haben die Bewohner ans Lüften erinnert.“ Er empfiehlt deshalb das Lüftungsverhalten entsprechend anzupassen. Besonders ratsam ist dabei die Kontrolle der Raumluftfeuchte mit einem Hygrometer und verstärktes Lüften, wenn die relative Feuchte 55 bis 60 Prozent erreicht oder gar übersteigt. Dabei gilt: Bei schlecht gedämmten Gebäuden eine relative Feuchte von 50 Prozent möglichst nicht überschreiten, bei gut gedämmten sind auch 60 Prozent noch in Ordnung.

Die Energieberater der Verbraucherzentralen helfen anbieterunabhängig und interessenneutral bei Fragen zum Vorbeugen und Beseitigen von Schimmel: online, telefonisch, mit einem persönlichen Beratungsgespräch oder bei einem Detail-Check direkt bei Ihnen zu Hause. Leicht umsetzbare Verhaltenstipps zum richtigen Lüften und Heizen bietet der Ratgeber „Feuchtigkeit und Schimmelpilz“ – als Download auf der Website oder in einer Beratungsstelle vor Ort. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Für Ratsuchende, die vom Hochwasser betroffen waren, ist auch der Detail-Check kostenfrei. Mehr Informationen gibt es unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Montag, 29. Juli 2013

Wachsender Markt für Wohnungslüftungssysteme

Grafik: FGK e.V.
Die Zahl der Wohnungen in Deutschland mit kontrollierter Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung wächst weiter an. Dies zeigt die gemeinsame Statistik des Fachverbandes Gebäude-Klima e. V. (FGK) und des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH). So wurden im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 20.515 Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung verkauft. Dies entspricht gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 einem Wachstum von 12,1 % Prozent. Die Mehrzahl der abgesetzten Geräte waren erneut Zentrallüftungsgeräte (19.405), während die mit einer Wärmepumpe kombinierten Kompaktgeräte nur einen geringen Anteil ausmachten (1.110).

Das Marktumfeld für die kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung könnte dabei trotz verschärfter Effizienzanforderungen und steigender Anzahl von hochwärmegedämmten Gebäuden noch positiver sein: unklare politische Rahmenbedingungen wie das Tauziehen um die Energieeinsparverordnung (EnEV) oder die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen sorgen für Investitionsunsicherheit und schrecken viele Verbraucher ab.

Für FGK-Geschäftsführer Günther Mertz sind kontrollierte Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in jedem Fall eine zukunftssichere Investition: „Moderne Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind ein unverzichtbarer Baustein für ein energieeffizientes und gesundes Wohnumfeld. Nur mit diesen Systemen kann die Vorgabe der EU-Gebäuderichtlinie, vom Jahr 2021 an nur noch Niedrigstenergiehäuser zu errichten, überhaupt erreicht werden, ohne Abstriche beim Wohnkomfort zu machen.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Experten-Interview zum Lüftungskonzept bei der Sanierung

Bei meinen Recherchen zum Thema Wohnungslüftung habe ich eigentlich nicht viel neues gefunden. Anscheinend verändert sich hier nicht viel. Aber das war mir eigentlich bekannt und so kann ich hier wenigstens nach und nach mein Wissen ausbreiten. Was ich natürlich auch machen möchte, ist auf gute Quellen anderer Seiten zu verweisen.

Eine sehr informative Seite ist die Energie-Fachberater.de für den Baustoff-Fachhandel. Diese hatte ein Experten-Interview mit Claus Händel vom Fachverband Gebäude-Klima (FGK) veröffentlicht. Es geht dabei um das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6. Als Einstieg zum Thema, kann ich dieses Interview empfehlen. Ich möchte in nächster Zeit genauer darauf eingehen und auch Software-Tools vorstellen.

Warum ein neues Blog?

Eigentlich habe ich mich die letzten Jahre nur auf meinen Blog energynet.de konzentriert. Aber das Thema Wohnungslüftung scheint mir in der medialen Versenkung verschwunden zu sein und in sozialen Netzwerken kaum zu existieren. Jedenfalls werden auf den verschiedenen Kanälen nur Nachrichten und Links verteilt, aber eine aktive Diskussion oder gar Community gibt es nicht. Auch die Portale zur Wohnungslüftung sehen so aus, als wäre da kaum was los.

Wohnungslüftung ist immer noch sehr wichtig

Dabei hat die Wohnungslüftung nichts von ihrer Bedeutung verloren. Häuser werden dichter gebaut als früher und damit steigt die Abhängigkeit der Lüftung vom Verhalten der Bewohner, wenn keine mechanische Wohnungslüftung eingebaut ist.
Darüber möchte ich hier schreiben. Ich möchte weitergeben, was zu beachten ist bei der Lüftung, warum sie so wichtig ist und  wie Lüftungskonzepte aussehen - daher auch der Name des Blogs. Aber ich möchte auch berichten, was es neues gibt auf dem Markt, was angenommen wird und wer besonders innovativ zu sein scheint.
Ich hoffe mit dem Blog auch Diskussionen anregen zu können und eine Community aufzubauen, die sich intensiv mit dem Thema befasst.
Fragen zur Wohnungslüftung beantworte ich gerne. Aber alles, was nicht in wenigen Minuten beantwortet werden kann oder sich mit konkreten Projekten beschäftigt, kann ich nur gegen Bezahlung bearbeiten.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Wir sollten uns mehr über die Wohnungslüftung Gedanken machen

Reblog von einem Beitrag bei energynet.de

Das Thema Wohnungslüftung ist meines Erachtens gleichzeitig am meisten unterschätzt und am meisten überschätzt im Baubereich, kaum einer kann die Anforderungen an die Wohnungslüftung richtig einschätzen.

Warum müssen wir lüften?

Um die Wohnungslüftung richtig einschätzen zu können, muss man sich anschauen, warum wir lüften müssen. Es müssen Feuchtigkeit, CO2 und Schadstoffe abgeführt werden (und die entsprechende Menge an Frischluft muss in die Wohnung gelangen können) um für hygienische Verhältnisse zu sorgen und die Bausubstanz vor Feuchteschäden zu schützen.

Jeder Mensch produziert beim atmen Feuchtigkeit, Zimmerpflanzen geben Feuchtigkeit ab, durch Trocknen von Wäsche wird Feuchtigkeit an die Luft abgegeben und beim Kochen wird Feuchtigkeit produziert. All diese Feuchtigkeit muss irgendwo hin, wobei die Aufnahmefähigkeit der Luft beschränkt ist. An den kältesten Stellen der Außenwand, z.B. in Ecken, besteht – bei zu hoher Luftfeuchtigkeit – die Gefahr der Kondensation und damit eines Feuchteschadens oder gar von Schimmelpilzen.

Was ist heute anders?

Bisher haben wir uns nie oder nur wenig Gedanken machen müssen über die Lüftung. Gelüftet wurde praktisch automatisch durch die noch zahlreich vorhandenen Fugen in der Gebäudehülle. Heute gibt es in Neubauten und in sanierten Gebäuden kaum noch Fugen für eine automatische Lüftung. Zudem besteht die Angst vor Energieverlusten durch übermäßiges Lüften.

Als Folge verschlechtert sich in vielen Wohnungen die Raumluftqualität und der Feuchtegehalt in der Raumluft steigt soweit an bis die Feuchtigkeit sich an den kältesten Stellen niederschlägt. Im Extremfall kommt es zu einem Feuchteschaden am Gebäude oder gar zu einem Schimmelpilzwachstum. Diese Schadensfälle treten immer häufiger auf.

Man, also alle am Bau beteiligten Personen und Eigentümer oder Mieter, muss sich also mehr Gedanken machen über die Wohnungslüftung. Dabei spielen die Faktoren Abfuhr von Feuchtigkeit und  Schadstoffen, Hygiene und Energieeinsparung die wichtigste Rolle.