Bei Berichten über Passivhäuser habe ich mich oft gewundert über die niedrigen Werte für relative Luftfeuchte in den Wintermonaten. Diese lag in den Berichten häufig deutlich unter 40 Prozent. Doch da verlassen wir den Bereich der hygienischen Werte für die relative Luftfeuchte. Unter 40 Prozent wird das Raumklima, je nach Temperatur, als noch behaglich empfunden, siehe Grafik der Sachverständigen am Bau aus Leipzig.
Im fachlich hervorragenden Blog des enbausa-Magazins habe ich nun einen Beitrag dazu gefunden, der jedoch schon älter ist, aber immer noch gut passt. Silke Thole berichtet dort von ihren eigenen Erfahrungen im Passivhaus und von einer Luftfeuchtigkeit zwischen 20 und 30 Prozent im Winter.
Das Problem ist die Lüftungsanlage als einzige Heizung im Haus. Die sehr trockene Außenluft im Winter wird im Haus zwar mit der Feuchtigkeit der Bewohner, von Wasch- und Kochvorgängen angereichert, oder beim Baden bzw. Duschen. Doch der Feuchteeintrag der Bewohner reicht nicht aus, um die Feuchtigkeit auf ein behagliches Maß zu bringen. Zusätzlich wird es schwieriger, wenn eine Nachheizung eingebaut ist, um die Zuluft auf die benötigte Raumtemperatur zu bringen.
Da denkt man, die sollen doch den Luftwechsel reduzieren, damit die Feuchtigkeit ansteigen kann. Aber dann reicht ja die Heizung wieder nicht aus und die gewünschte Temperatur wird nicht erreicht.
Was ist Ihre Erfahrung? Passivhaus nur mit einer, von der Lüftung unabhängigen, Heizung? Oder die Lüftung nur mit Feuchterückgewinnung?
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